Donnerstag, 20. August 2009

Gran Canaria - Exklusives für die Massen

Soeben hat Charly diesen gleichermaßen interessanten wie kritischen Stern-Artikel über die Neuorientierung Gran Canarias im Tourismusgewerbe entdeckt, den wir Ihnen nicht vorenthal-
ten möchten.

Auf Gran Canaria wurde lange mit Beton geklotzt. Nun stehen die Bettenburgen leer. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres reisten 14,7 Prozent weniger Urlauber auf die Kanaren. Mit Wellness-Tempeln und Niveau will man die Touristen zurück-
gewinnen. Von Sascha Rettig

Eine Fahrt entlang der Südküste Gran Canarias gleicht einer seltsamen Zeitreise. Innerhalb kürzester Zeit gelangt man dort von den 60er und 70er Jahren bis in die Gegenwart. Vorbei an den funktionalen Hotelbausünden von einst, die sich vor allem in Playa del Inglés wild wuchernd ineinander verschachteln, bis zur hochmodernen Anhäufung von Vier- bis Fünf-Sterne-Resorts im neuen, schicken Touristenort Meloneras. Weil nichts abgerissen, sondern immer einfach nur weiter gebaut wurde, ist so auf ein paar Kilometern in Beton gegossen, dass früher die Nachfrage groß und der Komfortanspruch der Massentouristen eher gering war. Unübersehbar, dass die zweitgrößte kanarische Insel vor einigen Jahren durch den gedankenlosen Hotelbauwahn langsam in die Krise rutschte.

Zum Weiterlesen klicken Sie bitte hier.
Wir wünschen Ihnen einen geruhsamen Sonntag.


"Blond", Gemälde in Öl made by Karin Jurick, zu ersteigern bei ebay

Dienstag, 18. August 2009

Casa De Colon in Las Palmas

Zwei weitere Bilder eines der schönsten Bauwerke Gran Canarias können Sie unter Danilos Foto Reisebericht bewundern.

Im Jahre 1478 gründete Don Juan Rejón, der Eroberer der Insel Gran Canaria den ursprünglichen Kern der jetzigen Hauptstadt Las Palmas: „Real de Las Palmas“. In der Stadt konzentrieren sich repräsentative Gebäude der verschiedenen Regierungsgewalten. Unter diesen hebt sich das Haus des Gouverneurs hervor: La Casa De Colon. Im Jahre 1492 besuchte es Kolumbus, als er bei seiner Reise zur „Neuen Welt“ die Insel anlief, um eines seiner Schiffe zu reparieren.


Altes Modell eines Flaggschiffs aus der Flotte von Christoph Kolumbus

Heutzutage ist dieses Gebäude ein Bestandteil des architektonischen Gefüges des Kolumbushauses, das Anfang der fünfziger Jahre gegründet und von der Inselregierung für seine Restauration und Instandsetzung erworben wurde.


Der inzwischen als Museum genutzte Prachtbau besteht aus zwei großen Innenhöfen und insgesamt – man beachte! - fünfzehn permanenten Ausstellungssälen. In ihnen heben sich die Stuckdecken, die Rundbogen und die Säulen hervor. Der Innenhof mit dem gotisch verzierten Brunnen gewinnt durch sein Bogenwerk im Renaissancestil und seine äußerst wertvolle Holzbalustrade an Bedeutung. Beides stammt übrigens aus dem ehemaligen Kloster von Santo Domingo, das bei Angriffen holländischer Piraten im 16. Jahrhundert fast völlig zerstört wurde.


Der technische Fortschritt sowie die neue Weltanschauung der Menschen zur Zeit der Renaissance trugen zur Suche neuer Routen bei, die den „Sprung“ über den Atlantik und die Entdeckung der „Neuen Welt“ zur Folge hatte. Die verschiedenen Säle bieten dem Besucher einen geschichtlichen Überblick dieser Zeit anhand von verkleinerten Modellen, Tafeln und repräsentativen Gegenständen aus den verschiedenen Zeitepochen. Zur Ausstellung gehören Insignien, Seekarten, Navigationsinstrumente, Modelle der Karavellen und Aufzeichnungen der Routen sowie einer Nachbildung des Zimmers des Admirals (s. Foto).


Übrigens: In sämtlichen Räumlichkeiten sowie im Innenhof des Museums ist das Fotografieren strikt untersagt, lieber Leser! Auch mir als Redakteur wurde es verboten, doch glücklicher-
weise fiel mein „frevelhaftes Vergehen“ erst auf, nachdem ich bereits vier Schnappschüsse für Sie eingefangen hatte.

Zurück zur (im wahrsten Sinne des Wortes) Geschichte: Der Aufenthalt von Christoph Kolumbus auf den Kanaren war absolut kein Zufall, denn der Archipel liegt in einer Position, in der die Seereise nach Westen durch die Passatwinde und die Meeresströmungen begünstigt wird. Alle Expeditionen liefen den Archipel an, um sich vor der Überquerung des Atlantiks mit Proviant und Wasser zu versorgen.

Kolumbus-Denkmal in Las Palmas

Seit jener Zeit findet eine Wechselbeziehung auf sozialer, kultureller und wirtschaftlicher Ebene statt, die den Archipel mit Amerika verknüpft. Die Inseln stellten nicht nur den Anlaufhafen für die Reise in die „Neue Welt“ dar, sondern galten zudem als Absatzmarkt ihrer Produkte und Ursprungsort vieler Aussiedler. Die kanarischen Familien, die sich in der „Neuen Welt“ niederließen, wurden auf dem Archipel als „Hacedor de Pueblos“ (Urheber von Völkern) bezeichnet. Diese Beziehungen zwischen den kanarischen Inseln und Amerika bestehen noch heute in gleichem Maße.



Im Museum „Casa De Colon“ können Sie Informationstafeln über die präkolumbischen Völker, Kulturstätten und Siedlungsformen in Amerika, zeitgenössisches ethnografisches Material sowie drei zugrunde liegende Kollektionen betrachten: Zum einen die Kultur der Esmeraldas, deren bedeutendste archäologische Fundstätten sich auf der Insel Tolita in Ecuador befinden. Das Museum verfügt über eine Sammlung von 160 Originalstücken bestehend aus Figuren in Menschen- und Tiergestalt, Siegeln und Gegenständen der Beerdigungsausstattung. Zum anderen Objekte mexikanischer Kulturen (verschiedene Darstellungen und Reproduktionen der Mayas, Azteken etc.) sowie der Kultur des Amazonas, wobei geflochtene Körbe, Pfeile und Harpunen des Stammes der Yanomani aus dem 20. Jahrhundert besonders hervorzuheben sind.
Der Gran-Canaria-Saal zeigt ein Modell der Insel und historische Karten des Archipels, mit denen der Besucher die Lage der Stadt in ihrer geographischen Umgebung ausfindig machen kann.


Auch für Kunstliebhaber hält das Museum verschiedene Leckerbissen bereit: In den Sälen der plastischen Kunst vom 16. bis zum 20. Jahrhundert wird eine Auswahl von Werken, die aus dem Prado-Museum und dem Kolumbushaus stammen, ausgestellt. Ein Kunstwerk von Parmigianino als Replikat, Originale von Carracci sowie Gemälde des kanarischen Malers Juan de Mirinda sind nur einige Schätze, die Sie in der „Casa De Colon“ ausgiebig bewundern können.

Mittwoch, 5. August 2009

Passend zum Essen: Signatur mit Folgen

oder "Der kleine Gedanke im Cyberspace"
Manchmal kann man sich über anwaltliche Äußerungen und Schreiben an Webseiten-
besitzer, Forennutzer oder Shopbetreiber wirklich ärgern. Und manchmal kann man nur noch den Kopf schütteln. Da möchte doch tatsächlich ein Computerbesitzer Schadenersatz haben, weil dieses kleine Tierchen in der Signatur eines Forenusers ihn dazu veranlasst hätte, auf seinen Bildschirm zu schlagen in der Annahme, dass er das (vermeintlich echte) Tier um die Ecke bringen kann. Merke: Töte keine Lebewesen, auch nicht die kleinen. Die ganze (wahre?) Geschichte gibt es hier.

Gesehen auf: http://www.70nine.de/

Dienstag, 4. August 2009

Charlys Zehn-Gänge-Tapasmenü in Sioux City

Wie schon an anderer Stelle geschrieben gab es in der Westernstadt Sioux City anlässlich einer Kochvorführung ein Zehn-Gänge-Tapasmenü. Bei der Zusammen-
stellung dieses Menüs habe ich auf altbewährte Rezepte zurückgegriffen, aber auch ein paar neue hinzugefügt.
Diese neuen Rezepte will ich nun recht kurzfristig peu à peu für Sie auflisten und beschreiben. Wenn Sie Lust verspüren, Ihre Freunde einmal mit einem solchen Tapasmenü zu überraschen, kochen Sie dieses Paradebeispiel innovativer Esskultur einfach nach. Nur zu - es sieht schwieriger aus als es ist! Ein glänzender Erfolg und die Anerkennung bei all Ihren Gästen seien Ihnen absolut gewiss.




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- Die Ampel: Drei verschiedene Frischkäse- Zubereitungen
- Minipyramide von Ziegenkäse und Tomate
(Rezept bereits beschrieben, alle Links am Ende dieses Posts)
- Leberpastete auf Zwiebelbett (Rezept bereits beschrieben)
- Albondigas in Tomatensauce (Rezept bereits beschrieben)
- Puffer von Calabacines mit Minzesauce (Rezept bereits beschrieben)

- Honigmelone mit Samenpaket von grüner Tomate mit Zitronenabrieb
- Minitortilla mit Allioli
- Crema de Calabaza (Rezept bereits beschrieben)
- “Burger inside out” und “Fingerableck-Sauce”
- Blätterteigpastete gefüllt mit Tomate und Zucchini, überbacken mit Manchego-Käse


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Es ist angerichtet. Darf ich die Herren Desperados höflichst zu Tisch bitten!
Bild: Freizeitpark Sioux City, Gran Canaria

Seien Sie gespannt und schauen Sie bitte in den nächsten Tagen wieder bei uns vorbei, wenn es heißt: "¡Olé Charlyssimo!"

¡Hasta la próxima! Bis zum nächsten Mal.
Charly_GC alias Charly Amuse-Bouche ;-)

Links: Minipyramide, Leberpastete, Albondigas, Puffer von Calabacines, Crema de Calabaza

Montag, 3. August 2009

Angst vor'm Fliegen? Hier werden Sie geholfen.

Merkwürdig! Der andere Audioclip wurde - laut einer Fehlermeldung von "YouTube" - wegen Missbrauchs gesperrt! Ob sich da vielleicht eine Fluggesellschaft beschwert hat? *grübel*
Na ja, mal schauen wie lang dieser Clip noch funktioniert. ;-)
Neulich bei irgend einer Fluggesellschaft: Durchsage des Flugkapitäns über dem Atlantischen Ozean auf dem Flug 08/15 - oder war's Flug 70/71? - von Düsseldorf über La Palma nach Gran Canaria



Kommentar meiner "treuen Seele" Rachel vom 18.9.2009:
Eine seeehr gute Einleitung für ein gutes Wochenende (...)
Das finde ich auch. Schönes Wochenende Euch allen. D!

Zynismus ist Humor in schlechtem Gesundheitszustand.
Herbert George Wells

Sonntag, 2. August 2009

Blogging - Wir werden noch mehr Affen brauchen.



Mmmh ... irgendwie kann ich mir nicht helfen! Ich hab absolut keine Ahnung, wen der anonyme Einsender dieses Bildes mit den beiden Affen im Vordergrund meinen könnte. Du etwa, Charly?
"Unser Charly" - Mit dem Zweiten sieht man besser.

Samstag, 1. August 2009

El semáforo - Die Ampel

Zutaten
Philadelphia Frischkäse
Zwiebeln
Butter
Paprika edelsüß
Kreuzkümmel
Currypulver
Grüne Mojo (s. Rezept Tomatenpyramide)


Manchmal steht auf Gran Canaria eben alles auf dem Kopf. ;-)

Zubereitung
Wir teilen den Frischkäse in drei gleiche Teile und füllen ihn in jeweils eine Rührschüssel. In einer Pfanne lassen wir eine gute Portion Butter mit einem kleinen Schuss Olivenöl zergehen und geben dazu die kleingeschnittenen Zwiebeln. Sobald die Zwiebeln glasig werden die Pfanne vom Feuer nehmen und die heiße Butter mit den Zwiebeln zu gleichen Teilen auf zwei der drei Portionen Frischkäse verteilen. Nun geben wir noch zu der ersten Portion das Paprikapulver hinzu sowie etwas Kreuzkümmel (diesen nach Geschmack; man kann ihn auch weglassen, wenn man ihn nicht mag). Die Menge des Paprikapulvers sollte so bemessen sein, dass der Käse eine rötliche Farbe annimmt, wenn alle Zutaten miteinander verrührt sind.

In die zweite Portion wird zusätzlich zu der Butter und den Zwiebeln eine entsprechende Menge Currypulver untergerührt, so dass auch hier der Käse eine entsprechende gelbe Farbe erhält.
Nun fehlt noch die grüne Variante. Hierzu wird in die restliche Portion Frischkäse etwas von unserer grünen Sauce, die wir auch bei der Tomatenpyramide verwenden, untergerührt und siehe da: Die drei Frischkäse Sorten für unseren Ampelteller sind fertig! Nun noch mit einem vorher in Wasser getauchten Teelöffel jeweils einen Nocken von jeder Sorte ausstechen und auf einem kleinen Teller oder Schälchen anrichten. Dazu etwas frisches Baguette und fertig!

Bei einem Zehn-Gänge-Menü ist es besonders wichtig, die Portionen klein zu halten. Denn klar, wer soll schon zehn große Portionen verspeisen ohne am Ende ein Unwohlsein – schlimmstenfalls in Form einer Gastralgie – zu verspüren.

Aus diesem Grund wird aus der Tomaten-Ziegenkäse-Pyramide auch eine Mini-Pyramide, was letztlich nur heißen soll, dass Sie beim Einkauf der Tomaten kleine Früchte auswählen und den Ziegenkäse entsprechend in dünnere Scheiben schneiden. Alles andere bleibt gleich und ist unter der Kategorie Charlys Tapas-Rezepte nachzulesen. Das gleiche gilt auch für die Leberpastete auf Zwiebelbett, die Albondigas und die Puffer von Calabacines.

Charly_GC