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Sonntag, 20. Januar 2013

Tipp für einen Tagesausflug: ARTEARA, Oase im Tal von Fataga


Der Palmenwald
Die Oase von Arteara besteht vorwiegend aus einer Ansammlung von kanarischen Palmen (Phoenix canariensis), die hier auch unter dem Namen Palma bekannt sind. Zwischen ihnen wachsen Pflanzen, Sträucher, Obstbäume und andere Kulturpflanzen.
Auch wenn die Frucht der Palme, Tamara oder Tambara genannt, als Nahrungsmittel für den Menschen keine Verbreitung gefunden hat, werden damit die Haustiere gefüttert. Selbst die Blätter dienen, solange sie grün sind, als Tierfutter. Die getrockneten Palmwedel hingegen werden, außer für die Herstellung von Markisen oder die Verwendung als Brennholz, im Kunsthandwerk für die Anfertigung von Matten, Hüten und Besen eingesetzt. Der Stamm der Palme findet nicht nur im Baugewerbe Verwendung, sondern er wird auch, zugeschnitten und ausgehöhlt, zum Bienenstock weiter verarbeitet.
Der Palmenwald stellt für die Umwelt ein ausgezeichnetes Ökosystem dar, da er gewisse Tiere mit Nahrungsmitteln versorgt und außerdem Nist – und Zufluchtsort für Fledermäuse, Turmfalken und Uhus ist.

Das Wasser
Der Palmenhain von Arteara ist eine grüne Oase dank der unterirdischen Wasserader, die unter ihm in geringer Tiefe verläuft. Wegen dieser Wasserressourcen wird der Boden rings um die natürliche Grünfläche herum für landwirtschaftliche Zwecke genutzt. Traditionsgemäß wurde von den Bewohnern über kleine Wasserkanäle oder – graben so viel Wasser abgeführt, dass die Wasservorräte langsam zur Neige gingen und man fünf bis acht Meter tiefe Brunnen anlegen musste.
Das Wasser wird über Bewässerungsparzellen (dulas) verteilt, welche für jede Parzelle Boden eine bestimmte Wassermenge vorsieht. Diese Parzellen erhalten abwechselnd Wasser von der Bewässerungsparzelle aus, über die unterirdischen Bewässerungskanäle. Die Bewässerung dauert 10 Stunden. Darüber hinaus dient die Bewässerungsparzelle zum Auffüllen eines Wassertanks oder eines kleinen Staubeckens, dessen Wasser später weiterverwendet wird. Das überschüssige Wasser wird zum Stausee der Bewässerungsgemeinschaft (Heredad) geleitet.

Die Landwirtschaft Inmitten des Palmenwaldes wurden Flächen gerodet, um Kartoffel, Süßkartoffel, Kürbisse, Zwiebeln, Mangold und Mais anzupflanzen sowie, wenn auch in geringem Maße, Weizen, Saatwicke, dicke Bohnen, Gerste und Hafer. Durch die künstliche Bewässerung konnte die Zahl der Anbaukulturen, vor allem der Obstbäume erhöht werden. Es finden sich hier Bananenstauden, Avocado-, Zitronen-, Orangen-, Birnen-, Guajava- und Pfirsichbäume. Die Weinstöcke tragen gute Trauben, die gelegentlich in Fataga zur Herstellung des bekannten regionalen Weins verkauft werden.
Die Verteilung der Anbaukulturen hängt davon ab, wie viel Sonne die jeweilige Pflanze benötigt. Demnach werden an den sonnigsten Stellen Gerste und Weizen, an den Schattenplätzen zum Beispiel Linsen angebaut.

Die Viehzucht Des Weiteren widmeten sich die Bewohner Artearas traditionsgemäß der Viehhaltung. Auch wenn jeder Landwirt nur noch ein paar Ziegen und Schweine für den Eigenbedarf hält, gibt es in Arteara immer noch eine große Ziegenherde. Es handelt sich um eine Wanderherde, die in der ganzen Schlucht von Fataga nach Weidegründen sucht und sogar bis in die Höhenlagen von Amurga gelangt.
Das Aufstellen der Bienenstöcke zur Gewinnung von Honig ist eine weitere Tradition, deren man sich seit jeher widmete und der auch heute noch nachgegangen wird.(1)

(1) Auszug der Wandtafel am Ortseingang von Arteara

Sonntag, 23. Mai 2010

Familienausflug auf Marokkanisch

Nachtrag zu "Ranchu Verde - Kamelfarm auf Gran Canaria"

Lange Zeit habe ich mir überlegt, ob ich dieses Foto für Euch hochladen soll. Aber ich finde das Bild der drei Geschwister dermaßen lustig, dass ich es Euch einfach nicht vorenthalten möchte. Und, Hand auf's tierliebende Herz:
Sehen die "drei von der Tankstelle" so unglücklich aus? *grins*

Und hier geht's zur Kamelfarm Ranchu Verde auf Gran Canaria!

Zum Vergrößern klicken Sie bitte das Bild an! Es lohnt sich tierisch. ;-)

Sáhara Canarias Tour, Marokko 2008

Montag, 10. Mai 2010

Brandaktuell: Mogán feiert am Montag die erste „Fiesta del Mar“

MOGÁN/SPANIEN (29.05.2010): Am kommenden Montag wird man in der Küstengemeinde Mogán im Süden von Gran Canaria das erste Mal die „Fiesta del Mar“ feiern. Die Veranstalter und Verantwortlichen der Gemeinde erwarten einen großen Ansturm von Besuchern.


Puerto de Mogán, Gran Canaria (Foto von Bricheno © auf flickr)
Der Bürgermeister der Gemeinde, Francisco Gonzalez, und die zuständige Generaldirektorin des Tourismusamtes haben gestern das Programm dazu vorgestellt. Den Besuchern soll ein Einblick in das aktuelle Angebot an Sport- und Freizeitmöglichkeiten auf dem Meer geboten werden, und das reicht vom Segeln bis zum Standup-Surfen. Gefeiert wird den ganzen Montag über im Hafen von Mogán.*


Gasse in Puerto de Mogán (Foto von Steven D! im Sommer 2008)

*Text übernommen aus: Comprendes-GranCanaria.de

Dienstag, 2. März 2010

Dumm gelaufen - Flug nach Gran Canaria annulliert

Posting wegen der Reihenfolge zurückdatiert

Seit vorgestern Nacht ist es amtlich: Der Flug nach Gran Canaria wurde - wie alle anderen Flüge auch - gecancelt. :-(((
Und der isländische Vulkan Eyjafjalla schießt weiter Asche in die Stratosphäre...

So fahre ich jetzt für ein paar Tage an die Nordsee in die Niederlande. Na ja, besser als nix. Aber ein mega schlechter Tausch ist es allemal. *seufz*
"Fishing for a spot of charity!"
Wie besagt das Sprichwort? Aufgeschoben ist (hoffentlich!) nicht aufgehoben.

Gruß an Euch alle und einen relaxten und sonnigen Rest-Sonntag.



Wolkenmeer über der Insel Gran Canaria im Winter bei Sonnenaufgang

Montag, 1. März 2010

¡Magnífico! Neue Website über Gran Canaria


Bild aus der Fotogalerie (Kat. Natur) von www.grancanariafincas.com ©

Eine ganz neue Website des offiziellen Tourismus-Büros von Gran Canaria haben Charly und ich am Wochenende entdeckt und bereits regen Kontakt mit den Betreibern aufgenommen. Sehenswert ist nicht nur die Homepage mit einer imposanten Diashow oder die Galerie mit wirklich tollen Bildern, sondern auch der schriftliche Inhalt dürfte jedem Gran-Canaria-Interessenten die wichtigsten Fragen in puncto Urlaub und Tourismus beantworten.
Der Link zu den "Gran-Canaria-Bauernhöfen" lautet wie folgt: http://www.grancanariafincas.com/

Hier ein Auszug aus der Kategorie "Über uns":
Mit dem Ziel, dieses Produkt über die neuen Informations-
technologien bekannt zu machen und zu fördern und den Fortschritt unserer Vereinigung weiter voranzutreiben, wird GranCanariaFincas.com ins Leben gerufen, eine informations-
reiche Website, die für unser Ziel, Gran Canaria als Reiseziel für Naturfreunde auf internationalem Niveau zu optimieren und zu konsolidieren sowie für die Kommerzialisierung der Leistungen unserer Hotelbetriebe einen großen Schritt bedeutet. Ein Werkzeug, mit dem der Nutzer eine Welt der Sensationen entdecken und genießen kann.

Wir erwarten Sie auf Gran Canaria, der Insel, die Natur und Erholung bietet.

So. Und nu' viel Spaß beim Stöbern!

Montag, 26. Oktober 2009

Ranchu Verde – Kamelfarm auf Gran Canaria

Gehen Sie vom „Faro 2“ am Barranco entlang Richtung Maspalomas, dann sehen Sie auf der linken Seite kurz vor dem Leuchtturm Faro am Anfang des Naturschutzgebietes die Anlage der „Camello Safari Dunas“. Dort können Sie auf dem Kamel täglich von 9 bis 16 Uhr - mit den Saharauis (Einheimische der Sahara-Stämme) als Kamelführer - durch die Dünen reiten. Dafür haben die Eigentümer Beate, eine ehemalige Busbegleiterin, und ihr Ehemann Paco Jiménez eine Extragenehmigung vom „Cabildo de Canarias“, der kanari-
schen Inselregierung, erhalten.

Zur Erklärung: Dromedare oder einhöckrige Kamele sowie Trampeltiere (zweihöckrige Kamele) gehören zur Gruppe der Altweltkamele und werden beide der Einfachheit halber als "Kamele" bezeichnet.



Des Weiteren besitzen die beiden neben der Kamelstation die Kamelfarm „Ranchu Verde“ (Richtung Centro de Salud, Kart-Bahn, Agua-Land immer dem Straßenverlauf folgen, an der Gabelung nach Montaña la Data direkt hinter einer scharfen Kurve sehen Sie die Kamelfarm auf der linken Seite). Die Kamele sowie die wunderschöne, äußerst gepflegte Finca versorgt und bewirtschaftet neben Paco und Beate die treue Seele Alfons, Allround-Talent und „Mädchen“ für Alles. Obwohl man auf diese Anlage normalerweise nur per „Jeep-Safari“ und der „TUI España“ kommt, drückt Alfons auf Ihr Klingeln hin gerne das große Tor auf, ganz nebenbei ein Auge zu und gewährt Ihnen Einlass.



Doch nicht genug! In El Aaiun in der ehemaligen spanischen Sahara, die heutzutage von Marokko regiert wird, nennt das sympathische Ehepaar die Villa „Sahara“ sein Eigen, exklusiv im maurischen Stil ausgestattet. In dem umliegenden Terrain leben über 400 Kamele, die mit ihren Hirten durch die Wüste ziehen. Für ca. 350 € p. P. können Sie von Gran Canaria aus eine Wochenendreise von Freitag bis einschließlich Sonntag buchen. All inclusive, versteht sich: Flug, Übernachtung in der Villa und/oder in den Jaimas (Beduinenzelte, prachtvoll mit edlen Teppichen und Inventar ausgestattet), Verpflegung, Ausflüge und selbstverständlich Kamelritte auf originalen Beduinensatteln. Die sog. „Sáhara Canaria Tour“ ist ein Abenteuer wie aus einem Hollywood-Streifen à la „Indiana Jones“!
Kontakt: Kamelfarm „Ranchu Verde“, Camello Safari Dunas,
Telefon: (Vorwahl 0034) 609 520 233 oder 659 640 815,
Internetseiten: http://www.saharatour.es/ (Surftipp!) und http://www.camellosafari.com/



Zurück nach Gran Canaria, wo ungefähr 190 „Wüstenschiffe“ beheimatet sind. Vor 30 Jahren haben Paco und seine Ehefrau 80 Einhöcker per Schiff auf die Insel gebracht und damit begonnen, Kamele zu züchten. Heutzutage verkaufen die beiden sie nach Nord- und Südamerika sowie in sämtliche europäische Länder, so auch nach Deutschland. Die Kamele nach Amerika werden in eigens dafür gebauten Spezialkäfigen in „normalen“ Linienflugzeugen transportiert, nach Europa verschifft man die „Cameli Dromedarii“ (lateinischer Fachbegriff aus der Veterinärmedizin).



Auf der Farm werden die Tiere artgerecht gehalten, bekommen Stroh, eine ganz spezielle Futtermischung mit Mineral- und Vitaminkomplexen angereichert, Hafer, Gerste und wegen des hohen Salzbedarfs Salzsteine.
Im regelmäßigen Turnus von 14 Tagen kommt ein Tierarzt, Dozent an der Uni Las Palmas, der sich auf Kamele spezialisiert hat, mit Studenten der Veterinärmedizin zur Routineuntersuchung auf die Farm. Ein Mal im Jahr nimmt er den Tieren Blut ab und impft sie gegen Tuberkulose. Als Zeichen der Impfung und nicht etwa zur Verschönerung bekommen die Tiere wie ein Steiff-Tier einen Knopf ins Ohr gepierct.


Mein absolutes Lieblingskamel: "Alfredo" vor dem Ohrpiercing (2. von re.)

Weiterhin spritzt er sie alle drei Monate gegen Zecken und anderes Ungeziefer. Ich habe bei meinen etlichen Überraschungsbesuchen (!) auf beiden Anlagen mit eigenen Augen gesehen, wie sorgsam sich um die Tiere gekümmert wird. O-Ton Beate: „Die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere haben bei meinem Mann und mir oberste Priorität, nicht unser Verdienst!“


Angst vor'm Zahnarzt? Hier werden Sie geholfen! ;-)

Am Ende meines Interviews entschärft Beate ein über Jahrzehnte aufrecht erhaltenes Gerücht: Im Höcker der Tiere speichern diese nicht etwa Wasser, sondern verschiedene Fette. Bis zu drei Wochen können die Kamele ohne Wasser überleben, denn sie entziehen dem Fett und ihrem eigenen Urin die Feuchtigkeit. Während dieser langen Durststrecke kann der Höcker sogar so weit in sich zusammenfallen, dass er kaum noch sichtbar ist. In nur ca.10 Minuten kann der Wiederkäuer bis zu 150 l Wasser aufnehmen, natürlich nur unter den Extrembedingungen in der Wüste, nicht auf Gran Canaria. Unglaublich, finden Sie nicht auch!?

Dienstag, 20. Oktober 2009

Tschüss - bin erstmal weg!

Nein - nicht für lange! ;-) Am Freitagmorgen um 6.45 Uhr startet mein Flieger gen Süden nach Gran Canaria. "Ryanair" macht's möglich, dass ich - sozusagen zum Kaffeetrinken - zu Charly auf die Insel fliege.
Am kommenden Montagmittag bin ich dann auch schon wieder zurück, aber daran möchte ich momentan noch gar nicht denken. Gleich geht es in eine kleine, aber feine Pension nach Weeze, wo meine bessere Hälfte und ich nächtigen werden.

Mit drei wunderschönen Bildern von Willi Gran Canaria aus dem Gran-Canaria-Forum verabschiede ich mich von Euch. So long, adé! Bis nächste Woche. ¡Hasta la vista!
Euer


"Faro - Leuchtturm" von Willi Gran Canaria ©


"Der Garten Eden" von Willi Gran Canaria ©


"Brandung" von Willi Gran Canaria ©

Freitag, 9. Oktober 2009

Der Wilde Westen auf Kanarisch - Sioux City

teilweise mit per E-Mail zugesandten Bildern eines mir unbekannten Fotografen der Extraklasse

Kaum war dieser Artikel eingestellt, erhielt ich prompt eine Mail, warum ich das Posting des Fine-Erotic-Art-Künstlers Rick De Ville gelöscht hätte. Keine Sorge! Ich habe meinem Freund Rick sogar ein Extra-Label gewidmet: "Erotic Art by Rick De Ville". Und weil mir ein Duell mit unserer Leserin Gott sei Dank erspart geblieben ist, komme ich nun zum Freizeitpark Sioux City:

Unweit der Kart-Bahn entfernt, nahe des Águila Playa auf Gran Canaria, gibt es seit nunmehr über dreißig Jahren eine berühmte Attraktion auf der Insel: Sioux City – eine authentische Westernstadt, einzigartig auf den Kanaren.


Sehr interessant ist die Entstehungsgeschichte dieses Themenparks: Im Jahre 1972 hatte Twentieth Century Fox für Hollywoods Westernstreifen „Take A Hard Ride“ mit Lee van Cleef in der Hauptrolle (berühmt auch als Gegenspieler und Gefängnisdirektor im Kultfilm „Die Klapperschlange“ mit Kurt Russell) in den Barrancos nahe St. Agustin ein Filmset – nicht nur eine Filmkulisse - erbaut. Wer von Ihnen schon einmal in das Inselinnere gefahren ist, kann sich unschwer denken, dass Gran Canaria mit seinen schroffen hohen Felsen und seiner Vegetation ideal für einen Wild-West-Film ist. Auch die Dünen von Maspalomas dienten diesem Streifen als wüstenähnliche Kulisse, in der die Protagonisten verzweifelt mit ihren Händen im Sand nach Wasser buddelten.
Der Film war im Kasten und man stellte schnell fest, dass es doch viel zu schade war, die Gebäude einfach dem Erdboden wieder gleich zu machen. Und so wurde Sioux City im Jahre 1975 als Freizeitpark eröffnet.



Nach vier Geschäftsführern hat nun der sympathische Spanier Antonio Gopar die Leitung des Parks übernommen, der mir in seinem riesigen im Westernstil eingerichteten Büro mit Blick auf Sioux-City nicht nur Ausschnitte aus dem Film zeigte, sondern auch Interessantes zu berichten wusste. So sind einige Schauspieler des Films bis zum heutigen Tag in dem großartigen Freizeitpark geblieben und unterhalten die Touristen. Einem finster dreinblickenden Schurken mit Vollbart, Staubmantel und Zigarrenstumpen im Mundwinkel können Sie sein Mitwirken in dem Western sofort ansehen, finde ich (siehe Foto).

Nach mehr als dreißig Jahren Show will Antonio auch auf kulturellem Gebiet Innovationen schaffen. Und er hat bereits fleißig damit begonnen: So hat er seit Dezember letzten Jahres einen Zoo mit Klapperschlangen, Skorpionen, Vogelspinnen und anderen giftigen Reptilien eingerichtet. Keine Angst, die possierlichen Tierchen leben allesamt hinter dickem Glas!
Des Weiteren hat der Geschäftsführer fest eingeplant, mit Unterstützung eines bekannten Indianerreservats in Dakota das originale Indianerdorf weiter auszubauen.

Eine weitere Attraktion: Die weiße Python

Überhaupt gibt es schon jetzt jede Menge an Attraktionen in Sioux City für Jung und Alt zu bestaunen. Schon am Eingang „begrüßen“ die Gäste sechs weibliche Bisons (Wohlgemerkt – es handelt sich bei den imposanten Tieren nicht um „Kühe“, auf die bei meinem Besuch ein kleiner Junge seine Mutter begeistert aufmerksam machte!). Die Mädels wurden eigens aus den Staaten eingeschifft, sind also waschechte Amerikanerinnen. Zickenalarm scheint es bei den friedlichen Bisons nicht zu geben, obwohl oder vielleicht auch „gerade weil“ es sich um eine Wohngemeinschaft gänzlich ohne männliche Artgenossen handelt.


Beim Gang durch das Dorf bieten sich den Besuchern ein Sheriff-Office mit „echtem“ Sheriff, der samt Hilfssheriff für Recht und Ordnung sorgt und schlimmstenfalls den Verbrechern mit Kost und Logie in der Gefängniszelle droht (Bei den teilweise doch etwas hoch gegriffenen Mietpreisen auf der Insel vielleicht eine akzeptable Alternative!) sowie ein Nachbau einer Kirche des Wild Wild West. Selbstverständlich umgibt diese ein Friedhof, auf den der Verlierer eines Duells jeden Tag auf’s Neue beerdigt wird und kurze Zeit später wie durch ein Wunder aufersteht, um an der nächsten unterhaltsamen Vorführung mitzuwirken.


Die National-Bank wird mehrmals am Tag überfallen, obwohl es da schon seit langem keine Handvoll Dollars mehr zu holen gibt. Nicht zu vergessen: der waschechte Saloon mit Indianern und deren Squaws, die sich auf der Bühne als Tomahawkwerfer betätigen und hübsche Can-Can-Girls, die ihre schlanken Beine unter den langen Röcken hoch fliegen lassen. Zwei mit Whisky (In Wahrheit handelt es sich bei dem angeblichen Feuerwasser nur um Eistee!) abgefüllte glorreiche Halunken torkeln dort herum und ballern auch schon mal mir nichts, Dir nichts in die Luft, werden allerdings sogleich vom Hilfssheriff verhaftet (Festus lässt grüßen!). Die Beköstigung im Saloon kann man empfehlen, die Preise für die diversen Mahlzeiten sind allesamt zivil.
Weitere Highlights sind eine Hüpfburg für die Kleinen, ein Souvenirshop, Pferdereiten, Luftgewehrschießen und eine Fotografin, die Sie ganz nach Belieben als Cowgirl oder als Verbrecher „most wanted“ ablichtet.



Fünf Shows werden über die Mittagszeit geboten, ganz besonders hervorzuheben ist allerdings das BBQ (Barbecue) jeden Freitagabend in der Westernstadt unter freiem Himmel mit Country-Live-Musik und einer knapp einstündigen Wild-West-Show, die die Aufführung am Tage noch toppt, schon allein deswegen, weil durch die künstliche Beleuchtung die Atmosphäre in Sioux-City einfach besser zur Geltung kommt. Neben der friedfertigen (Indianer-Ehrenwort!) fast 2 m langen weiß-gelben Python, mit der „mutige“ Cowboys und Cowgirls sich ablichten lassen können, bereichern Tanz und Freigetränke all inklusive ab 19.30 Uhr bis Mitternacht die BBQ-Night. Diese Party in einem Ambiente der besonderen Art müssen Sie einfach miterlebt haben! Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen versprechen: Sie werden begeistert sein! Und blaue Bohnen werden Ihnen auch nicht um die Ohren fliegen – ich lebe ja schließlich auch noch.

„Take A Hard Ride“ und: ¡Hasta la vista, Antonio!


Gestatten, Cristiano Ronaldo!

Seit Anfang des Jahres lebt im Themenpark Sioux City in San Agustin Cristiano Ronaldo, ein Albino-Krokodil. Weltweit existierten rund 50 Exemplare dieser Art. In der Freiheit wurde im Übrigen seit dem Hurrikan Katrina im August 2005 kein weißes Krokodil mehr gesehen.

Samstag, 12. September 2009

Auf den Hund gekommen - Die Geschichte

Um die Geschichte und die Entstehung von Gran Canaria und den anderen Kanaren-Inseln ranken sich Mythen und Legenden. Des Öfteren hört man von Behauptungen, dass es sich bei den Kanarischen Inseln um die Überreste des versunkenen Reiches Atlantis handelt.

Über die Besiedlung gibt es recht unterschiedliche Meinungen. Es ist zu lesen, dass Gran Canaria seit 3000 v. Chr. von den Guanchen bevölkert wurde, bis sie im 15. Jahrhundert von Spanien in Besitz genommen wurde. Guanchen sind die Menschen von Teneriffa. Sie kamen ursprünglich aus Nordafrika und waren Abkömmlinge des Berber-Volks. Die Guanches lebten sehr primitiv in Höhlen und unter Felsvorsprüngen. Das belegen Funde der wenig ausgefeilten Werkzeuge und Waffen.

Die Guanches auf Gran Canaria waren friedliebende Menschen, bis mediterrane Seeleute sie entdeckten. Im 14. Jahrhunderts schickten Italiener, Portugiesen und Katalanen ihre Schiffe auf die Inseln. Von dort aus versorgten sie Ihre Länder mit Sklaven und Fellen. Fortan änderte sich das Leben der Guanches drastisch. Es begann die Zeit der der Unterwerfung der Kanaren durch die Spanier.
Trotz erbittertem Widerstand vollendete 1483 Pedro de Vera dennoch die Eroberung, die fünf Jahre zuvor begonnen hatte. Durch die folgenden Kriegskämpfe starben viele der Guanches. Die Überlebenden wurden in die Sklaverei gezwungen und starben nach und nach aus.

Der Name "Canaria" ist eine Ableitung aus dem lateinischen Wort für Hund "canis", da es früher auf der Sonneninsel Gran Canaria unzählige Hunde gegeben hat.

Mit dieser mehr oder weniger geschickten Überleitung *gg* kann ich - absoluter Hundenarr - Euch nun endlich das Foto von Hopkins, einem wunderschönen Schäferhundrüden, präsentieren, welches, wie ich finde, auch noch ganz toll zum Herbstanfang passt. Voilà, hier ist er: Hopkins!



Hopkins habe ich auf der Website "Kalos und Marens Karten" entdeckt, von der aus Ihr alle anderen interessanten Blogs von Kathrin und Maren erreichen könnt. Sehr empfehlenswert.

Donnerstag, 20. August 2009

Gran Canaria - Exklusives für die Massen

Soeben hat Charly diesen gleichermaßen interessanten wie kritischen Stern-Artikel über die Neuorientierung Gran Canarias im Tourismusgewerbe entdeckt, den wir Ihnen nicht vorenthal-
ten möchten.

Auf Gran Canaria wurde lange mit Beton geklotzt. Nun stehen die Bettenburgen leer. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres reisten 14,7 Prozent weniger Urlauber auf die Kanaren. Mit Wellness-Tempeln und Niveau will man die Touristen zurück-
gewinnen. Von Sascha Rettig

Eine Fahrt entlang der Südküste Gran Canarias gleicht einer seltsamen Zeitreise. Innerhalb kürzester Zeit gelangt man dort von den 60er und 70er Jahren bis in die Gegenwart. Vorbei an den funktionalen Hotelbausünden von einst, die sich vor allem in Playa del Inglés wild wuchernd ineinander verschachteln, bis zur hochmodernen Anhäufung von Vier- bis Fünf-Sterne-Resorts im neuen, schicken Touristenort Meloneras. Weil nichts abgerissen, sondern immer einfach nur weiter gebaut wurde, ist so auf ein paar Kilometern in Beton gegossen, dass früher die Nachfrage groß und der Komfortanspruch der Massentouristen eher gering war. Unübersehbar, dass die zweitgrößte kanarische Insel vor einigen Jahren durch den gedankenlosen Hotelbauwahn langsam in die Krise rutschte.

Zum Weiterlesen klicken Sie bitte hier.
Wir wünschen Ihnen einen geruhsamen Sonntag.


"Blond", Gemälde in Öl made by Karin Jurick, zu ersteigern bei ebay

Dienstag, 18. August 2009

Casa De Colon in Las Palmas

Zwei weitere Bilder eines der schönsten Bauwerke Gran Canarias können Sie unter Danilos Foto Reisebericht bewundern.

Im Jahre 1478 gründete Don Juan Rejón, der Eroberer der Insel Gran Canaria den ursprünglichen Kern der jetzigen Hauptstadt Las Palmas: „Real de Las Palmas“. In der Stadt konzentrieren sich repräsentative Gebäude der verschiedenen Regierungsgewalten. Unter diesen hebt sich das Haus des Gouverneurs hervor: La Casa De Colon. Im Jahre 1492 besuchte es Kolumbus, als er bei seiner Reise zur „Neuen Welt“ die Insel anlief, um eines seiner Schiffe zu reparieren.


Altes Modell eines Flaggschiffs aus der Flotte von Christoph Kolumbus

Heutzutage ist dieses Gebäude ein Bestandteil des architektonischen Gefüges des Kolumbushauses, das Anfang der fünfziger Jahre gegründet und von der Inselregierung für seine Restauration und Instandsetzung erworben wurde.


Der inzwischen als Museum genutzte Prachtbau besteht aus zwei großen Innenhöfen und insgesamt – man beachte! - fünfzehn permanenten Ausstellungssälen. In ihnen heben sich die Stuckdecken, die Rundbogen und die Säulen hervor. Der Innenhof mit dem gotisch verzierten Brunnen gewinnt durch sein Bogenwerk im Renaissancestil und seine äußerst wertvolle Holzbalustrade an Bedeutung. Beides stammt übrigens aus dem ehemaligen Kloster von Santo Domingo, das bei Angriffen holländischer Piraten im 16. Jahrhundert fast völlig zerstört wurde.


Der technische Fortschritt sowie die neue Weltanschauung der Menschen zur Zeit der Renaissance trugen zur Suche neuer Routen bei, die den „Sprung“ über den Atlantik und die Entdeckung der „Neuen Welt“ zur Folge hatte. Die verschiedenen Säle bieten dem Besucher einen geschichtlichen Überblick dieser Zeit anhand von verkleinerten Modellen, Tafeln und repräsentativen Gegenständen aus den verschiedenen Zeitepochen. Zur Ausstellung gehören Insignien, Seekarten, Navigationsinstrumente, Modelle der Karavellen und Aufzeichnungen der Routen sowie einer Nachbildung des Zimmers des Admirals (s. Foto).


Übrigens: In sämtlichen Räumlichkeiten sowie im Innenhof des Museums ist das Fotografieren strikt untersagt, lieber Leser! Auch mir als Redakteur wurde es verboten, doch glücklicher-
weise fiel mein „frevelhaftes Vergehen“ erst auf, nachdem ich bereits vier Schnappschüsse für Sie eingefangen hatte.

Zurück zur (im wahrsten Sinne des Wortes) Geschichte: Der Aufenthalt von Christoph Kolumbus auf den Kanaren war absolut kein Zufall, denn der Archipel liegt in einer Position, in der die Seereise nach Westen durch die Passatwinde und die Meeresströmungen begünstigt wird. Alle Expeditionen liefen den Archipel an, um sich vor der Überquerung des Atlantiks mit Proviant und Wasser zu versorgen.

Kolumbus-Denkmal in Las Palmas

Seit jener Zeit findet eine Wechselbeziehung auf sozialer, kultureller und wirtschaftlicher Ebene statt, die den Archipel mit Amerika verknüpft. Die Inseln stellten nicht nur den Anlaufhafen für die Reise in die „Neue Welt“ dar, sondern galten zudem als Absatzmarkt ihrer Produkte und Ursprungsort vieler Aussiedler. Die kanarischen Familien, die sich in der „Neuen Welt“ niederließen, wurden auf dem Archipel als „Hacedor de Pueblos“ (Urheber von Völkern) bezeichnet. Diese Beziehungen zwischen den kanarischen Inseln und Amerika bestehen noch heute in gleichem Maße.



Im Museum „Casa De Colon“ können Sie Informationstafeln über die präkolumbischen Völker, Kulturstätten und Siedlungsformen in Amerika, zeitgenössisches ethnografisches Material sowie drei zugrunde liegende Kollektionen betrachten: Zum einen die Kultur der Esmeraldas, deren bedeutendste archäologische Fundstätten sich auf der Insel Tolita in Ecuador befinden. Das Museum verfügt über eine Sammlung von 160 Originalstücken bestehend aus Figuren in Menschen- und Tiergestalt, Siegeln und Gegenständen der Beerdigungsausstattung. Zum anderen Objekte mexikanischer Kulturen (verschiedene Darstellungen und Reproduktionen der Mayas, Azteken etc.) sowie der Kultur des Amazonas, wobei geflochtene Körbe, Pfeile und Harpunen des Stammes der Yanomani aus dem 20. Jahrhundert besonders hervorzuheben sind.
Der Gran-Canaria-Saal zeigt ein Modell der Insel und historische Karten des Archipels, mit denen der Besucher die Lage der Stadt in ihrer geographischen Umgebung ausfindig machen kann.


Auch für Kunstliebhaber hält das Museum verschiedene Leckerbissen bereit: In den Sälen der plastischen Kunst vom 16. bis zum 20. Jahrhundert wird eine Auswahl von Werken, die aus dem Prado-Museum und dem Kolumbushaus stammen, ausgestellt. Ein Kunstwerk von Parmigianino als Replikat, Originale von Carracci sowie Gemälde des kanarischen Malers Juan de Mirinda sind nur einige Schätze, die Sie in der „Casa De Colon“ ausgiebig bewundern können.

Samstag, 18. Juli 2009

Ein Gedicht über Gran Canaria

Schwingungen und Träume

Auf Gran Canaria spüre ich die
Schwingungen
der Sterne, Sonne, Blumen,
der Bäume und des Meeres.

Die Luft ist wie Seide, ich glaube, ich träume.

Die Farben der Insel leuchten im Licht.
Exotische Palmen wiegen sich im Wind.
Ich träume wie ein Kind.

Beim Aufgehen der Sonne fängt er an:
"Mein schönster Tag!"
Ich höre von Maspalomas Strand
das Rauschen der Wellen,
sowie das Säuseln der Bäume.
Ich staune und träume.

Fontänen verspritzen ihr klares Nass,
es ist für mich ein riesiger Spass.
Ich tanke positive Schwingungen
und tausendfache Energien.

So lebe ich meine Träume.

Danke, Karin Lehmann!

Samstag, 30. Mai 2009

On Tour mit Horst Klatte

erschienen in der Januar-Ausgabe 2008 von DAS Magazin,
Gran Canaria

Im Januar 2008 habe ich als „der rasende Reporter“ von DAS Magazin an einer Busfahrt mit Horst Klatte rund um die Insel inkognito teilgenommen. Dies ist mein Reisebericht.

Wer kennt sie noch nicht? Welle 98,2 FM – das einzige Radio in Farbe! Die Internetadresse: www.radio-rondo.com. Doch haben Sie, lieber Leser, auch schon mal an einem der zahlreichen, preisgünstigen Ausflügen mit dem beliebten Moderator Horst Klatte teilgenommen? Nein? Dann wird Sie unser Reisebericht sicherlich interessieren, denn: DAS Magazin war on Tour mit der Stimme von 98,2 FM – Horst Klatte!

Am Samstag, den 5. Januar d. J. ging es los! Vorerst als blinder Passagier mit Sonnenbrille getarnt bestieg unser Redakteur den mit 50 gutgelaunten Reisegästen fast ausgebuchten modernen Luxusbus. Auf dem Programm stand an diesem Tag eine Rundreise „mitten durch die Insel“. Tejeda, Stauseen, Roque Nublo, einheimischer Bauernmarkt, gemeinsames Mittagessen in San Mateo (Aufpreis 9 €) – und das Ganze zu einem Preis von 25 €/p. P. Unser Redakteur war gespannt, was ihn an diesem sonnigen Tag erwarten würde.



Los ging’s ab San Fernando vorbei an Monte Leon, wo Justus Frantz seit vielen Jahren residiert und auch der FDP-Politiker Jürgen W. Möllemann vor seinem Ableben eine Prachtvilla sein Eigen nannte, Richtung Fataga/San Bartholome durch das wunderschöne „Tal der tausend Palmen“.
Die ersten Sehenswürdigkeiten stellten sich mit der Kamel-Safari-Station von Carmen (Na ja – eigentlich handelt es sich nicht um Kamele, sondern um Dromedare, aber egal!) und der alten Wassermühle „Molino de Agua“, in der vor Jahren noch Mais gemahlen wurde, ein. Eine super Gegend, in der sich allerdings ab 18 Uhr Fuchs und Hase „Buenas noches“ sagen.
Vorbei an dem weißen Fels „Risco Blanco“ boten sich der Touristengruppe am Cruz Grande die beiden Stauseen „Embalse de Chira“ sowie der „Embalse de Soria“.

Kurze Zeit später erste Rast: In Ayacata kehrte die Truppe in der urigen „Taberna La Candelilla“ ein. Dort konnte man sich am lodernden Kaminfeuer mit leckerem luftgetrockneten Schinken und einem Glas „vino rojo“ ganz in Ruhe (Das Schlagwort der Kanarios: „Tranquilo!“) stärken, bevor es weiterging.
Was war das – schon wieder ein Kamel? Nein, bei diesem erstarrten Exemplar handelt es sich um einen Fels, der wegen seiner Ähnlichkeit mit dem Trampeltier von den Einheimischen als „Camello“ (= Kamel) bezeichnet wird. Doch noch mehr steinige Wesen sind seit Jahrtausenden in der Umgebung von Ayacata beheimatet: Der schlafende Kanario, berühmt: der betende Mönch und der Frosch, der auf der sog. „Faust“ nach vertilgbaren Insekten zu suchen scheint.


Moderator Horst Klatte, der am 15. Februar seinen 60. Geburtstag feiert, ist seit nunmehr – halten Sie sich fest! –
30 Jahren auf Gran Canaria und kennt die Insel wie seine Westentasche. Wissen Sie, warum hier die Pinien als „Wolkenmelker“ bezeichnet werden oder die Rinde des Eukalyptusbaums wie „abgesprengt“ erscheint? Fragen Sie ihn! Er hat auf Alles die zutreffende Antwort.

Des Weiteren erwies sich der Moderator bei unserem Ausflug als äußerst flexibler Reiseführer. Wolken zogen auf; der Bus näherte sich einer Schlecht-Wetter-Front. Kein Problem! Horst Klatte änderte einfach die geplante Route. Bravo – das hatte unser Redakteur bislang bei keinem anderen Reiseunternehmen erlebt (großer Pluspunkt!).
So gönnte er den Mitreisenden spontan eine weitaus bessere Aussicht als ursprünglich vorgesehen. „Cruz De Tejeda“ – kalt und in dicke Nebelschwaden gehüllt – wurde kurzerhand abgehakt. Stattdessen führte die Rundreise zum „Pozo Las Nieves“, dem höchsten und zugleich einem der schönsten Aussichtspunkte. Glasklar hatte man „ihn“ vor Augen – den riesigen Teide auf der Nachbarinsel Teneriffa, schräg links im Vordergrund das Wahrzeichen Gran Canarias, den „Roque Nublo“ – den Betrachtern blieb die Spucke weg!


Überwältigt von diesem Eindruck wurde die Reise fortgesetzt. Jetzt konnte auch Horst Klatte den Wettergott nicht mehr austricksen! Denn nur ein Weg führte an mit verschiedensten Gemüsen bepflanzten Gartenterrassen (bei leichtem Nieselregen – das ist Gran Canaria pur!) vorbei bis zur nächsten Attraktion: dem Mittagessen.
Im Restaurante „Mallow“ in San Mateo erwartete kurz vor 13 Uhr die Gäste ein grandioses Buffet mit der gesamten Vielfalt an köstlichen Speisen, die die kanarische Küche zu bieten hat. Und das zum Sonderpreis von unschlagbaren 9 €!



Unser Redakteur musste beim anschließenden Besuch auf dem traditionellen Bauernmarkt von zwei muskulösen weiblichen Bodybuildern eines auf der Insel ansässigen Fitness-Studios gestützt werden, da er sich bei 20 Sorten Auswahl an Desserts nicht entscheiden konnte und der Einfachheit halber von allen probierte. ;-)
Spaß beiseite – zum Bauernmarkt: Den müssen Sie gesehen haben! Tunos-Marmelade (von den Früchten der Feigenkaktee „Tuno Indio“) aus Eigenherstellung, so auch der Honig, frisches Gemüse, Gewürzsträuße, wohin das Auge blickt (getrockneter hiesiger Safran, kleiner Beutel für 1,20 €!). Ein Tipp: Probieren Sie die verschiedenen selbst gemachten Käsesorten – passen Sie aber bitte auf, dass Sie nach dem reichhaltigen Buffet Ihren Magen nicht überstrapazieren.

Wohlgenährt und zufrieden ob der Flut an Eindrücken trat man um 15 Uhr die Rückfahrt an. Mit einem Mix deutscher und internationaler Schlager von Antenne 98,2 FN und interessanten sowie humorvollen Kommentaren zur Umgebung von Horst Klatte trat man die Rückreise in Richtung Las Palmas an, vorbei an Santa Brigida und Portada Verde, durchquerten „unsere“ Touristen auch den malerischen Ort Tafira mit wunderschönen Villen und der berühmten Hotelfachschule „Santa Brigida“.


Den Rest der Strecke ging es über die Autobahn und unser Redakteur war gerade damit beschäftigt, die Vielzahl der gesammelten Eindrücke zu verarbeiten, da hatte Horst Klatte noch O-Ton: „eine kleine Extraüberraschung“ auf Lager: Zur Freude aller Beteiligten ließ er den sympathischen Busfahrer Rafael noch den kleinsten Strand der Insel ohne einen einzigen Touristen (bis zum Zeitpunkt unseres Eintreffens) ansteuern. Unweit von Telde – mehr wird an dieser Stelle nicht verraten – ganz versteckt liegt er: Der Playa De Ojos De Garza. Dorthin verirrt sich – so Horst Klatte mit spitzbübischem Grinsen – lediglich der verheiratete Sportflugzeugpilot mit seiner Chefstewardess. Oder sagte er „Chefsekretärin“?
10 alte Häuser, eine Kneipe, direkt am Strand, nur 15 Meter vom Meeresufer entfernt. Ein Traum – fast fernab der Zivilisation und doch in unmittelbarer Nähe des Flughafens Gando. Wir könnten noch Seiten dieser Ausgabe mit interessantem Lesestoff über die Rundreise füllen, doch müssen wir langsam zum Ende kommen.




Der Zeitpunkt war für unseren Mitarbeiter gekommen, sich als Redakteur von „DAS Magazin“ zum Erstaunen von Horst Klatte zu outen und als Resümee der Exkursion ein mitgereistes Ehepaar zu befragen, Martina und Hermann S. aus Mistelbach in Österreich. Zitat: „Wir hatten heute unseren letzten Urlaubstag. Der Ausflug war der absolute Höhepunkt unserer Reise. Sensationell und für jeden Urlauber ein Muss. Und das noch zu einem supergünstigen Preis!“ Zitat Ende
Dieser Bewertung schließt sich unser Redakteur voll und ganz an. Absolut empfehlenswert. Weiter so, Horst Klatte!

Viele Bilder des Ausflugs sind leider abhanden gekommen, so dass mir lediglich eine kleine Auswahl davon zur Veröffentlichung geblieben ist. Steven D!

Donnerstag, 14. Mai 2009

Wissenswertes über Gran Canaria

Im Anhang des Buches (speziell für Touristen auf der Insel)

GRAN CANARIA ist mit einer Fläche von 1.560,1 km² nach Teneriffa und Fuerteventura die drittgrößte der Kanarischen Inseln, einer Autonomen Gemeinschaft Spaniens. Die annähernd kreisförmige Insel hat einen Durchmesser von etwa 50 Kilometern und eine Küstenlänge von rund 236 Kilometern. Die Hauptstadt ist Las Palmas de Gran Canaria. Im Jahr 2007 hatte die Insel 815.379 Einwohner.

Geografie

Gran Canaria ist eine Insel des Kanarischen Archipels und liegt 210 Kilometer westlich vor der Küste Südmarokkos im Atlantischen Ozean, zwischen ihren größeren Nachbarinseln Teneriffa im Westen und Fuerteventura im Osten. Wie alle Inseln des Archipels ist auch diese vulkanischen Ursprungs. Die höchste Erhebung im Zentrum der Insel ist der 1.949 Meter hohe, erloschene Vulkan Pico de las Nieves. Wahrzeichen Gran Canarias ist der 1.813 Meter hohe Roque Nublo.
Auf Grund ihrer klimatischen und geographischen Vielfalt sowie ihrer differenzierten Flora und Fauna wird Gran Canaria auch als „Miniaturkontinent” beschrieben. Die Insel besitzt 14 Mikroklimazonen. Aus dem Bergland des Inselinnern führen viele Trockentäler, sogenannte Barrancos, bis an die Küste. Bei den seltenen Regenfällen, die dann aber recht ergiebig sein können, füllen sich die Barrancos zu teilweise reißenden Sturzbächen. In den bewohnten Gegenden wurden die Bachtäler deshalb ausgebaut und befestigt.

Klima

Gran Canaria liegt im Einflussbereich der Passatwinde, die auf der Nordhalbkugel von Nordosten herandrängen. Sie werden an den Inselbergen zum Aufsteigen gezwungen und sorgen an deren Nordhängen für zum Teil ergiebige Niederschläge, meist in Form von Nebel. Die Insel ist daher klimatisch in etwa zweigeteilt in den feuchteren Norden und den trockeneren Süden. Die Trockenheit der Südinsel wird durch den Einfluss trockener Winde aus der Sahara noch verstärkt.

Vegetation

Dementsprechend haben sich auch unterschiedliche Vegetationszonen ausgebildet. Im Norden herrschen von Natur aus Lorbeerwälder vor, während der Süden von Halbwüstenvegetation geprägt ist. Dort dominieren an die Trockenheit angepasste Wolfsmilchgewächse. Berühmt ist die Kanaren-Wolfsmilch auf Grund ihres Kakteen ähnlichen Aussehens. Verbreitet sind auch strauchhohe, verholzte und dickblättrige Natternkopf-Arten. Die aus Amerika stammenden Feigenkakteen haben sich dort ebenfalls ausgebreitet. Die Lorbeerwälder werden von Azoren-Lorbeer und Baumheide gebildet. Dort kommt die Kanaren-Glockenblume, die Charakterart der Kanarischen Inseln, von Natur aus vor. Auf Gran Canaria sind auf Grund der intensiven Nutzung durch den Menschen insbesondere die Lorbeerwälder auf kleine Reste zusammengeschrumpft. Die hochmontanen Regionen werden von Kiefernwäldern eingenommen, die sich vor allem aus Kanaren-Kiefern zusammensetzen.

Geschichte

Gran Canaria war seit 3000 v. Chr. von den Guanchen bevölkert, bis sie im 15. Jahrhundert von Spanien in Besitz genommen wurde. Man redet auf Gran Canaria lieber von den Urkanariern, die übrigens auch in aus Steinen gebauten Rundhäusern wohnten. Man vermutet, dass sich der Name Canaria vom lateinischen Wort für Hund, Canis, ableitet, da die Insel mit Hunden bevölkert war.

Demografie

Gemessen an der Bevölkerung ist Gran Canaria nach Teneriffa die zweitgrößte Insel der Kanaren. Insgesamt leben 815.379 Menschen auf der Insel, davon 49,9 Prozent Männer und 50,1 Prozent Frauen. (Stand: 2007). 46 Prozent davon leben in der Hauptstadt Las Palmas (377.203). Weitere bevölkerungsreiche Städte sind Telde (98.399), Santa Lucía de Tirajana (58.335), San Bartolomé de Tirajana (49.601), Arucas (35.280), Ingenio (28.132) und Agüimes (27.310).

Tourismus

Die Insel ist sehr gut touristisch erschlossen. Besonders der Süden der Insel stellt die Touristenhochburgen. Im Gegensatz dazu ist der Norden noch weitaus weniger touristisch besiedelt.

Sehenswürdigkeiten

Der malerische Fischerort Puerto de Mogan, auch Venedig des Südens genannt

Die Dünen von Maspalomas

Palmitos Park - Paradiesischer Palmen- und Tierpark (bei einem Brand 2007 fast vollständig zerstört. Wurde im Sommer 2008 neu eröffnet)

Der Freizeitpark "Aqualand", eine riesige Freibad-Anlage mit vielen Rutschen

Der Trinkwasser-Staudamm im Barranco oberhalb von Maspalomas im Hinterland

Das „Cruz de Tejeda”, ein Aussichtspunkt am Gipfel mit Blick bis zum „Pico del Teide” auf Teneriffa

Felsnadel Dedo de Dios (Finger Gottes) in Puerto de las Nieves (ein Teil des Felsens wurde am 28. November 2005 durch den Tropensturm Delta abgerissen, Restaurierung ist in Planung)

Cenebio de Valerón, über 290 Höhlen, die von den Ureinwohnern in den Tuffstein gehauen wurden

Botanischer Garten Jardín Botánico Canario in Tafira Alta

Kakteenpark Cactualdea bei San Nicolás de Tolentino (Westküste), einer der größten Kakteenanlagen Europas

Der 80 m hohe Monolith Roque Nublo

Der Ort Teror mit typischer kanarischer Architektur

Höhlen von Artenara

Die Hauptstadt Las Palmas mit Hafengebiet und historischer Altstadt

Die Orte "San Bartolemé" und "Fataga" im Landesinneren (malerisch)

Quelle: Wikipedia, die freie Enzyklopädie (Internet)

Anmerkung des Autors - Eine weitere Sehenswürdigkeit wurde bis jetzt bei WIKIPEDIA außer Acht gelassen:

Barranco de Guayadeque - Höhlenwohnungen plus Höhlenkirche, ein absolutes Muss für jeden Besucher des Eilands Gran Canaria!