Donnerstag, 16. Juli 2009

Prolog

"CHARLYSSIMO" - Kanarische Tapas & fidele Gedanken

Statement No. 1: "Was dem einen sein Labskaus, sind dem anderen Charlys Tapas."

Mit dieser frei abgewandelten Übersetzung der englischen Redewendung "One man's food is another man's poison." wollte uns ein Freund aus Norddeutschland in unserem Vorhaben, gemeinsam ein Buch zu schreiben, bestärken. Er sagte weiter - O-Ton: Sowohl die Sammlung von Charlys Rezepten als auch - im übertragenen Sinne - die heiteren Anekdoten von Steven D! rund um Gran Canaria lassen dieses außergewöhnliche "Kochbuch für Urlauber" zum Insel-Bestseller avancieren.

Anmerkung: "Kochbuch? Sind die beiden im falschen Film oder etwa dem Inselkoller erlegen? DAS ist doch ein Blog!" - Nein, wir ticken noch (einigermaßen) sauber! Glauben wir zumindest. ;-) Wir, die Autoren Charly_GC und Steven D!, wollen spätestens im kommenden Jahr ein Kochbuch der besonderen Art - vornehmlich für deutsch sprechende Touristen auf Gran Canaria - herausbringen. Und dieses zweite Posting ist der Prolog des Druckwerks. Also: Wundern Sie sich bitte nicht, wenn hier ab und an von "Buch" oder "Kochbuch" die Rede ist. So, das wäre geklärt. Weiter im Text:

Wir sind - ohne abzuheben oder verfrüht auf Wolke Sieben zu schweben - sehr gespannt darauf, ob unser "Spezi" mit seiner Prophezeiung Recht behält. Frei nach dem Sprichwort:
Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum! Nur lasse auch der Wirklichkeit in deinem Leben Raum.

Zu den Autoren


Foto © Rainer Sturm, pixelio.de

Vergessen Sie den stets fröhlich trinkenden Talkmaster und Küchenchef des deutschen Fernsehens! Wie bitte? Sie wollen keinesfalls auf Bio(-Produkte) verzichten? Nichts leichter als das. Laden Sie die Kanaren zu sich an den Esstisch! Genauer gesagt: Die kulinarischen Ergüsse, 'tschuldigung - Genüsse des passionierten Meisterkochs Charly_GC von Gran Canaria, bekannt aus Funk und Fernsehen der dort angesiedelten Lokalsender. Aber auch durch Mundpropaganda weit über die Grenzen der Insel hinaus.
Lernen Sie, lieber Leser, die außergewöhnlichen Eigenkreationen kennen, die Charly_GC in "CHARLYSSIMO" für die Gourmets und Hobbyköche dieser Welt als Co-Autor verewigt hat!

Statement No. 2: „alfredissimo!“ ist out – jetzt kommt "CHARLYSSIMO"!

Autor und grafischer Gestalter dieses Erstlingswerks ist Steven D!, u. a. ehemaliger persönlicher Referent im Landtag NRW sowie Mediendesigner. Bis vor kurzem hat dieser selbst ein Jahr lang auf Gran Canaria gelebt. Dort war er „der rasende Reporter" (Chefredakteur) von „DAS Magazin“ und nicht nur als geistiger Vater des frechen, kleinen Gedankens, sondern auch als dessen einfallsreicher Verfasser bekannt. Jung und Alt erfreuten sich an dem vorwitzigen, teils frivolen kleinen Gedanken „seines“ Redakteurs. Amüsieren auch Sie sich köstlich über den fidelen Pfiffikus! Und genießen Sie all die anderen Stories und heiteren Anekdoten von Steven D!, die das (kanarische) Leben schreibt.

Statement No. 3: Steven D! ist "Der kleine Gedanke".
Sehr persönlich und ungemein erheiternd.
(Auszug aus einem Leserbrief an DAS Magazin, Gran Canaria)


"Pequeño Paraiso" - "Kleines Paradies" von Andrés Hierro

Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem man nicht vertrieben werden kann.
Jean Paul (1763 - 1825), deutscher Schriftsteller

Bloggerei - In eigener Sache

Den Kommentar des "Blogger-Kollegen" Rolf (Der Link zu Kralles Blog: http://rgbelle.blogspot.com/) nehme ich - neben einer Vielzahl an privaten E-Mails im gleichen Tenor - zum Anlass für dieses Posting in eigener Sache.

Im Gegensatz zu Blogs, die als eine Art öffentliche Tagebücher fungieren, so z. B. Fuchsis gleichsam interessante wie amüsante Website "Fuchsis Funnys" oder das Blog von Dornröschen, das mich jeden Tag auf's Neue schmunzeln lässt, haben Charly und ich mit unserer Bloggerei eine ganz andere Intention. Wie bereits unter "Aktualisierung" formuliert betrachten wir unser Blog nämlich eher als eine "ständig erweiterte Homepage", Vorlage und Inspiration für das geplante Buch. Genau das ist auch der Grund, warum ich die Website nur ca. ein Mal pro Woche aktualisiere.

Doch was hat es mit dem Buch auf sich? Der Einfachheit halber veröffentliche ich nachfolgend meine Antwort auf Rolfs Kommen-
tar.

¡Hola Kralle!

Erst einmal ganz lieben Dank für Deinen ausführlichen Kommentar. Schön, dass Dir unser Blog so gut gefällt.
Zur Beantwortung Deiner Fragen "schicke" ich Dich einfach mal in die Schublade (Kategorie) "Einleitung", die ich aus Platzman-
gel von unserer Startseite verbannt habe.

Zusammenfassend sei gesagt: Das Buch ist Gästen von Charly_GC angedacht, die entweder in seinem Ferienappartement auf der Finca in Tenteniguada ihren Urlaub verbringen oder Teilnehmer der Ausflüge des Reiseleiters Horst Klatte (s. unter den Kategorien "Freunde und Bekannte" und "Rund um Gran Canaria") sind und Charlys Kochkünste genießen.

Wir freuen uns darauf, wenn wir Dich zu den Stammgästen unseres Blogs zählen dürfen.

¡Hasta luego! Bis bald.
Steven D! mit Gruß von Charly_GC

In der Hoffnung, ich konnte mit Hilfe dieses Posts ein wenig Licht ins Dunkle bringen, wünsche ich allseits ein schönes Wochenende.

Mittwoch, 15. Juli 2009

"Unter Männern" von Sebastian Castro

Sebastian Castro

Unter Männern
Urlaub auf Gran Canaria

Gran Canaria reloaded - Elvira Klöppelschuh lässt grüßen!

Zum Inhalt:
An einem Regentag in Berlin beschließen vier Männer, für zwei Wochen nach Gran Canaria zu reisen. Sebastian Castro ist dabei, und ob Strandapotheke, Café Wien oder Yumbo-Center, ob Sexrausch oder Beziehungsdrama - von den Dünen bis zur Liege am Pool beschreibt er den ganz normalen Urlaubswahnsinn, sehr komisch, sehr realistisch und ethnographisch besonders wertvoll. Anfang der 1990er Jahre erschien mit Elvira auf Gran Canaria das Kultbuch dieser Urlaubsinsel. Sebastian Castro liefert nun die längst überfällige Fortsetzung. Der beigefügte Sprachführer versetzt den Reisenden zudem in die Lage, den Urlaubsschwarm in perfektem Spanisch zu fragen: "Möchtest Du mich in Detmold besuchen? - ¿Quieres tu visitarme en Detmold?"... und wie es dazu kam:

Auf der Beerdigung von Elvira Klöppelschuh, der legendären Chronistin des schwulen Gran Canaria, beschließen Sebastian, Hasso, Dolo und Knackarsch Lex, gemeinsam zu einem Elvira-Gedächtnisurlaub aufzubrechen. Man einigt sich auf eine Woche Hotel, eine Woche Bungalow, und los geht's. Hasso kommt am schnellsten von allem an einen Urlaubsschwarm. Der schöne Nada soll zwar in Wirklichkeit Straßenbahnschaffner in Leipzig sein, aber was macht das schon. Dummerweise bekommt Hassos frisch angetrauter Freund Manuel Wind von der Sache, und fertig ist die Homoscheidung. Hasso lässt sich davon die Laune nicht verderben. Dolo trifft die große Liebe auf dem Filmfest, und Lex, der sich vor lauter Verehrern kaum retten kann, ist überzeugt, von zwei Außerirdischen verführt worden zu sein. Nur Sebastian gerät an den etwas schrägen Ralf, der auf der Insel untergetaucht ist und von kleinen Gaunereien lebt. Ralf bittet ihn, gemeinsam seine Mutter zu beerdigen, und der Leser erlebt die erstaunlichste Seebestattung der Literaturgeschichte. "Unter Männern" erzählt vom ganz normalen Urlaubswahnsinn und von vier ganz normalen Schwulen, die zusammen und allein versuchen, eine schöne Zeit auf der Insel zu verleben. Die Insel mit ihren Dünen, Einkaufs- und Kneipenzentren, all das unverwechselbare Ambiente kommt ausführlich zur Sprache.

So erfährt Sebastian von seinem Taxifahrer: "Wenn alle Einwohner der Kanarischen Inseln gleichzeitig auf die Idee kämen, mit dem Auto loszufahren, dann wären 1,3 Millionen Autos auf 4.200 Kilometern Straße unterwegs", hat er mir erklärt. Natürlich auf Spanisch und um einiges wortreicher. Aber immerhin so, dass ich glaube, das Wesentliche mitbekommen zu haben. "Das heißt, selbst wenn alle nur einen Fiat 500 hätten, was natürlich unter der Würde eines Canarios wäre, dann würden für diesen Fall alle Autos auf allen Straßen aller Inseln Stoßstange an Stoßstange fahren. Beziehungsweise stehen. Ohne einen Zentimeter Platz dazwischen." Aber wer fährt schon auf die Kanaren, um sich dort ins Auto zu setzen!

"Unter Männern" ist eine rundum vergnügliche Geschichte, die auf ihre Weise dem Leser ein Stück Urlaub verschafft. Castro dazu: Irgendwann habe ich mal was über Urlaubs-Demenz gelesen. Das ist ein tolles Phänomen. Ab dem dritten Urlaubstag lässt der IQ messbar nach. Ich saß im Latinos und habe geradezu gespürt, wie ich hedonistisch verblöde. An diesem Gefühl wollen wir möglichst viele Menschen teilhaben lassen!

Dienstag, 14. Juli 2009

Lob & Tadel (8)

Hallo Dirk,
Anm. der Red.: Dirk = Steven D! ;-)
bin durch Zufall auf dieses tolle Kanaren-Magazin gestoßen, habe es durchstöbert und dabei Zeit und Raum vergessen ...
Wunderbar. Schön, dass es Menschen gibt, die sich so viel Mühe machen und andere daran teilhaben lassen! Vielen Dank.
Ganz lieber Gruß aus der Pfalz, Birgit.
Birgit aus Bruchmühlbach-Miesau per Kommentar

Sonntag, 12. Juli 2009

Lob & Tadel (7)

Hallo Steven! :-)
Danke für das wunderbare Blog! Ich bin mit Leib und Seele ein Gran-Canaria-Fan, da meine Eltern in der Nähe des Faro 2 Shopping Centers ein Haus besitzen. Es ist einfach wunderschön und Sioux City kenne ich ebenfalls. Auch der Palmitos Park ist eine Extra-Klasse für sich. Ich bin ganz vertieft in die Seite und hoffe, dass ich es im November wieder schaffe, dort hinzufliegen. Wie jedes Jahr! Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!
LG Christof
per E-Mail von Christof König, Erwitte

Freitag, 10. Juli 2009

El sueño del blogger


"El sueño del blogger" gepostet von mmeida auf
http://mangasverdes.es/ (Blog in spanischer Sprache)

Der Traum vom Blogging ...
- "Wow! Jeder will über meine innigsten Gefühle lesen
und mir Geld schicken!"

... und die Wirklichkeit:
- "Hey! Ich hab meine Ansichten veröffentlicht!
Ist da jemand?"

Mittwoch, 8. Juli 2009

Der deutsche Tourist

Text aus dem geplanten Fotoband von
Rick De Ville und Steven D!

Foto: Danilos Foto-Reisebericht
Bild: "Serenity Now" by Michelle Torrez

Die deutschen Touristen, die sind schon so’n Völkchen für sich – allerorts auf der ganzen weiten Welt und auch hier bei uns: Auf Gran Canaria! Das kannst Du mir glauben.

Wenn Du ein „guiri“ bist, so nennen die Canarios die Touries „liebevoll“, und aus Alemania kommst, kriegst’e ja nix mit außer Sonne, Pool, lecker Fresschen, vino tinto und viel amor. Alles inklusive bei Neckermann, versteht sich! Bekommst so’n albernes buntes Plastikband ums Handgelenk geschnallt, da wo Du nie braun wirst, und mit dieser Hundemarke ist alles für lau im Hotel. Da versackst’e dann auch meistens. Denen zu Hause erzählst Du nach Deiner Rückkehr, Du hättest die Insel erforscht. Schon klar, Mann! An der Hausbar am Tresen hast’e Deinen Hintern platt gesessen. 4,5 Promille – klinisch tot. Du bist mir so’n Gran-Canaria-Forscher – ich lach mich schlapp! Ach so, für uns Deutsche in Spanien, also auch auf den Kanaren, gibt es übrigens außer dem allgemeinen Ausdruck „guiri“ (Tourist) noch eine besondere Form des Kosenamens: „cabeza cuadrada“ – Quadrat-
schädel!

Nicht, dass sich da jemand von Euch auf den Schlips getreten fühlt, aber sei mal ehrlich: DEN deutschen Touristen, wenn er dann mal vor die Tür geht, erkennt man doch sofort, egal wo der sich rumtreibt. Bei den anonymen Alkies, den AAs, gibt’s so’n coolen Spruch, der heißt: „Ein Schwein erkennt das andere – am Gang.“ Da steckt viel Wahrheit drin!



Ob im Yumbo in Playa Del Inglés oder an der Strandpromenade von Las Canteras, überall kommen Sie Dir entgegen! Beim Papi quellen die Schwimmreifen seines Bierbauchs (Der Spruch des Jahrhunderts: „Ist meine Kapitalanlage, war schließlich teuer!“) über die viel zu tief sitzenden knallbunten Shorts mit Palmen drauf und bedächtigen Schrittes, die Umhängetasche seiner Frau über der behaarten Schulter, watschelt er in seinen grauen Sportschuhen von Deichmann (mit Lüftung!) in weißen Tennissocken daher. Hand in Hand mit seiner Else! Auch eine Augenweide. Bewegt sich wie eine Gazelle neben ihrem Adonis (...) oder wie heißt das Tier mit dem Rüssel? Ebenfalls in Boxershorts, wenn man Glück hat! (So manch eine traut sich doch echt im Bikini-Höschen unter die Menschheit. Rasur in der sog. Bikini-Zone tabu! Macht zu viel Arbeit. Man(n) ist doch schließlich im Urlaub.

Vom Oberteil mal ganz zu schweigen: Denn obwohl die Gute die Höcker im Hotel krampfhaft festzuschnallen versucht hat, gelten auch auf einer Insel die Gesetze der Schwerkraft aufgrund der Erdanziehung. Apropos „Krampf-haft“: Die Beine! Nee, lassen wir das – ich wollt gleich was essen. Auch von hinten ist die Uschi ein Bild für die Götter, wie sie „elfengleich“ das Zellulitis-Hinterteil à la Tropical-Brauerei und ausladend, sehr ausladend die Hüften schwingend, mit ihrem Egon nach der nächsten Bavaria-Kneipe Ausschau hält. Hier spricht man schließlich Deutsch. Ein Bier auf Spanisch bestellen? Viel zu kompliziert! Man(n) ist doch im Urlaub.

Und außerdem: „Wat der Buer nit kännt, frät’er nich!“ Zu deutsch: „Was der Bauer nicht kennt, (fr)isst er nicht!“ Was sind schon so’n paar Tapas, Serrano-Schinken, köstlicher Ziegen- oder Schafskäse, heimische Oliven gegen die gute alte Hausmannskost? Da muss ’ne deftige Schweinshaxe mit Rotkohl her oder direkt ’ne fettige Schlachtplatte mit Eisbein, Kassler, Bratwurscht, Sauerkraut und Pürrée. Die paar Mass Weißbier (…) null Problemo. Für die nötige Unterlage haben der „Quadratschädel“ nebst Gattin doch hinreichend gesorgt, oder!? „Und zu Hause, da machen wir dann ’ne Diät.“ heißt der gute Vorsatz, der – ausgesprochen ohne auch nur eine Spur mit den Wimpern zu zucken – einem ernstzunehmenden Lippenbekenntnis gleicht. Doch wann geht’s los mit dem Abnehmen? Dieses Jahr (…) oder nächstes (…) oder übernächstes.

Wie gesagt: Man(n) ist doch schließlich im Urlaub!